Projekte
In Indien sterben täglich Kinder an den Folgen von Unterernährung und
Krankheiten. Ihre Eltern können sich nicht um sie kümmern oder sie sind zu
Waisen geworden.
Um den Kinder aus Paratwada zu helfen, kaufte die MDS ein Grundstück, um ein
Kinderhaus zu bauen. Propst Heinz Bongard von der Propsteipfarrgemeinde
Sankt Mariä Himmelfahrt aus Jülich übernahm die Spendensammlung und
Koordination auf deutscher Seite. Von ihm erfuhr auch der Aachener Architekt
Walter Wiese von dem geplanten, neuen Kinderhaus. Sofort erklärte er sich
bereit, die Planung des Hauses und die Koordination der Baumaßnahmen
gemeinsam mit Propst Bongard zu übernehmen. Nach zweijähriger Planungs- und
Bauzeit wurde das Kinderhaus im Oktober 2004 offiziell eröffnet.
Drei Schlafsäle, ein großer Speisesaal, ein Unterrichtsraum und ein
abgetrennter Bereich für die Freizeitgestaltung stehen den insgesamt bis zu
120 Kindern zwischen drei und fünfzehn Jahren zur Verfügung. Mit dem Bau
eines achteckigen Unterrichtsraums im Erdgeschoss und eines Speisesaals im
Obergeschoss brachte Walter Wiese auch ein Stück „Heimat“ nach Indien. Der
Kaiserdom zu Aachen ist die früheste oktagonale Kirche auf deutschem Boden
und diente als Vorbild für diesen Teil des Gebäudes.

Wie sieht die Zukunft aus?
Die MDSOG
Um von Deutschland aus noch mehr Hilfe leisten zu können wurde die „Melghat Development Society of Germany“ (MDSOG) in Aachen gegründet. Ihre Hauptaufgabe soll die weitere Finanzierung des Kinderhauses sein. Weiterhin sollen in Zukunft mit den gesammelten Spenden auch die Frauen und Kinder in den indischen Bergdörfern auf dem Weg in die Unabhängigkeit durch die Finanzierung einer Ausbildung unterstützt werden.